| 14. Frühjahrstreffen des Heinsberger Handwerks |
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| Mittwoch, 18. März 2009 | |
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"Grundwerte wie Gerechtigkeit, Verantwortung, Vertrauen, aber auch Ehrlichkeit, Fairness und Disziplin, Leistungsbereitschaft, Maßhalten, Gemeinsinn, Achtung vor der Menschenwürde des anderen, aber auch Tugenden wie Fleiß, Pflichtgefühl und Tüchtigkeit sind Werthaltungen, die man mitbringen muss, wenn man unternehmerisch handelt", so Wiesenborn. Handwerksmeisterin und Mittelständlern komme ein Leitbildfunktion in der Gesellschaft zu. Als Arbeitgeber, der nicht vom Humankapital oder menschlichem Produktivvermögen spreche, sondern aus Verantwortung für seine Mitarbeiter handele. Als Ausbilder, der seinen Lehrlingen mehr gebe als einen Job; er könne ihnen eine Lebensperspektive aufzeigen. Als aktiver Bürger, der sich nicht auf die Leistungsfähigkeit der Gemeinschaft verlasse, sondern selbst die Dinge in die Hand nehme. "In diesem Sinne lebt und verkörpert das Handwerk Werte", erklärte der Kreishandwerksmeister. Renaissance der WerteGerechtigkeit, Verantwortung und Vertrauen als Grundwerte in der Wirtschaftskrise waren auch das Thema von Professor Wolfgang Schulhoff. Der Präsident des Nordrhein-Westfälischen Handwerkskammertages erinnerte als Festredner daran, daß das Handwerk in Krisenzeiten nicht gemeckert, sondern gearbeitet, keine Subventionen erhalten, sondern Steuern gezahlt habe. In der Wirtschaft hätten die meisten Manager und Unternehmer gute Arbeit geleistet, einige wenige würden das Bild jedoch trüben. Er forderte ein Nachdenken über die Fundamente der Sozialen Marktwirtschaft, um wieder Vertrauen aufzubauen. Das System sei "falsch gefahren" worden. Es müsse permanent an den Rahmenbedingungen gearbeitet werden, ohne in den Markt einzugreifen. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen würden, breche der Mensch aus dem System aus. Schulhoff zog einen Vergleich zwischen Zockern und Bankern, für die das Glückspielgesetz gelten könnte. Die Bankenaufsicht gehöre in die Hände des Bundesbank - mit klaren Regeln auf europäischer Ebene als Grundlage. Es gelte, zu Maß und Mitte zurückzukehren und sich an die Werte zu erinnern, "die uns groß gemacht haben". Disziplin und Vorbilder seien gefragt, mahnte er eine Renaissance der Werte an.
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Werte und ethisch-moralische Grundsätze sind für Wilfried Wiesenborn "unabdingbares Stammkapital für wirtschaftliches und unternehmerisches Handeln". Dies sagte der Kreishandwerksmeister am Sonntag beim 14. Frühjahrstreffen des Heinsberger Handwerks, zu dem die Kreishandwerkerschaft in die Stadthalle von Heinsberg eingeladen hatte. Musikalisch wurde die Veranstaltung in der Begegnungsstätte von der Jazz-Band "Jazz 4/4" der Kreismusikschule begleitet.
"Baumesch durch und durch"